Home

 

 

 

 

Aktionen in Reetz

Hier wird über Arbeiten und Aktionen des Ortes berichtet

 

Herbstputz am 22.10.2016

Die erste Herbstputzaktion 2016 in Reetz ist abgeschlossen. Lindenplatz, Feuerwehr und Sportplatz waren wie immer die Einsatzgebiete. Dem Aufruf waren 22  Bürger und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gefolgt, die an 4 Plätzen im Ort aktiv waren.  So konnte fürs Erste eine Grundreinigung  gemacht werden. Da jedoch das Laub noch an den Bäumen hängt, wird es einen zweiten Einsatz geben. Neben den üblichen Orten kümmerte man sich in diesem Jahr um den Außenbereich der zukünftigen Heimatstube. Dazu hatte der Dorfverein Pro Reetz e.V. aufgerufen. Dieser hat nun endlich die Gemeinnützigkeit erlangt und ist im Vereinsregister eingetragen. „Jetzt sind wir endlich handlungsfähig“ freut sich die Vorsitzende Eva Loth. Und die erste Aufgabe ist auch bereits in Arbeit, wenn auch mit Verspätung. Bereits im vergangenen Jahr wurde bei der LAG ein Förderantrag für die Einrichtung der Heimatstube gestellt. Die Fördermittel sollten eigentlich schon im März zur Verfügung stehen. Die ganze Sache hatte sich aber bis September verschoben. Inzwischen wurden in der Heimatstube Renovierungsarbeiten durchgeführt. Im Rahmen des Herbstputzes kümmerten sich die Vereinsmitglieder und Bürger nun um das Außengelände. Zuerst sollte nur das Areal vor der Heimatstube gestaltet werden. Bei einer kürzlichen Vor-Ort-Beratung mit dem Bauamtsmitarbeiter Michael Jacobi konnte mit dem Dorfverein zustimmend geklärt werden,  dass die gesamte Fläche vor dem gemeindeeigene Haus, Zerbster Straße 3, in dessen Obhut genommen wird. So wurde nun bereits ein Teil mit Ligusterheckenpflanzen zum Gehweg abgegrenzt. Die noch fehlenden Pflanzen kauft die Gemeinde und der Verein kümmert sich in Zukunft um die Pflege. Schön wäre es, wenn jemand ein oder zwei Tüten Krokuszwiebeln spenden würde, damit es im Frühjahr etwas freundlicher aussieht, wünscht sich der Verein. Im gleichen Atemzug wurde auch die Gestaltung der Fassade besprochen. Dort sollen die vor einiger Zeit innerhalb eines Projektes getöpferten Fliesen angebracht werden. Im November gibt es dann noch einmal einen Großeinsatz bezüglich der Innengestaltung, denn das Material muss sortiert und angebracht werden. Zum Adventsmarkt am 27. November soll auch die Heimatstube zu einer ersten Besichtigungsmöglichkeit  öffnen. Auch für die zukünftige Arbeit gibt es schon Ideen. Das geht jedoch nicht ohne die Mitarbeit der Bürger des Ortes. „Der Verein braucht für seine Arbeit viele helfende Hände und denkende Köpfe“, so Vorstandmitglied Ronald Schüler. 

 
 
 

Und hier die Fotos von Beate Schubert

Badputz am 10.06.2016

Demnächst ist es wieder soweit, es kann gebadet werden. Wahrscheinlich am 25. Juni eröffnet das Reetzer Freibad. Bereits ab Juli führt die Wiesenburger Schule dort ihren Schwimmunterricht durch. Am vergangenen Freitag trafen sich Bürger und Rettungsschwimmer, um zu putzen und zu schauen, was eventuell noch bis zum Eröffnungstermin organisiert und geregelt werden muss. Mit Besen und Lappen rückte man dem Winterschmutz zu Leibe. Ein neuer Anstrich für Fenster und Fassade wäre notwendig. Wenn der Haushalt der Gemeinde Wiesenburg/Mark durch ist, ist das sicher zu machen, so die ebenfalls anwesende Ortschefin Marion Gante. Die Arbeiten würde man selbst ausführen, es geht “nur” um das Material. Erfreulich war, dass zum Putzen auch viele Jugendliche anwesend waren, auch ohne die Begleitung ihrer Eltern! Allen “Putzteufeln” ein großes Dankeschön! 

     
     

Der Kampf um den Radweg geht weiter - mit Hilfe des RBB

„Hoffentlich schlagt ihr mich jetzt nicht“, sagte Ortwin Renner, als er aus dem blauen Robur des RBB kletterte. Gemeinsam mit einigen anderen hatte er sich die Stellungnahme des Landesbetriebes für Straßenwesen zum Bau des Radweges entlang der B 246 zwischen Reetz und Wiesenburg/Mark angesehen. Und war bitter enttäuscht. Nachdem der Ausbau der Bundesstraße bereits auf 2017 verschoben wurde, zeichnet sich nun für den Radweg erst 2018 ab. Die anwesenden Bürger reagierten mit völligem Unverständnis. Im Kampf um den Radweg hatte man sich an den RBB gewandt, um der ganzen Sache noch einmal Nachdruck zu verleihen. Am 21. kam nun der blaue Robur zum Drehen nach Reetz und Reetzerhütten. Dort hatte man im Vorfeld richtig mobil gemacht, so dass selbst Reporter Tim Jäger über die zahlreichen Anwesenden staunte. Das Team hatte sich bereits am Vortag ein Bild von der Situation gemacht und auch am Drehtag die Radfahrer bis nach Reetzerhütten begleitet.

Die Initiativen zum Radwegebau zwischen Wiesenburg und Reetz haben eine lange Geschichte. Bereits in den 70er Jahren wurde eine erste Unterschriftenaktion gestartet. Damals war die heutige Ortschefin Marion Gante noch Schülerin und fuhr mit ihren Mitschülern mit dem Fahrrad zur Schule nach Wiesenburg. Besonders in den Jahren nach der Wende hat sich der Verkehr, besonders durch LKWs, erheblich verstärkt. Nicht nur durch die Ansiedlung und den Neubau neuer Gewerke, sondern auch durch die Zentralisierung der Schultätigkeit in eine Grundschule nach Wiesenburg und den Wegfall von Einkaufsmöglichkeiten in Reetz und Reetzerhütten. So sind viele Bürger, die nicht mobil sind, auf das Fahrrad angewiesen, da der öffentliche Nahverkehr nur zu bestimmten Zeiten fährt, wollen aber auch selber gerne Radfahren, um fit zu bleiben.

Auch die Schüler nutzen das Rad für nachmittägliche Aktivitäten in der Schule in Wiesenburg. Und auch umgekehrt, kommen Schulklassen aus Wiesenburg zum Schwimmen ins Schwimmbad nach Reetz.
Die Straßenführung ist sehr unübersichtlich. Durch viele Leitplanken ist die Sicherheit der Radfahrer nicht gewährleistet. Auch Touristen nutzen die Straße, trauen sich aber oft nicht zu fahren. Besonders zum Deutschen Wandertag 2012 war es sehr schade, dass kein Radweg da war. Ebenso wird die Route verschiedener Radtouren, wie die Burgenradtour, nicht unbedingt über diese Strecke geplant. 2014 und 2015 lief sie entlang der B 246. Mit Plakaten, angebracht von Ortwin Renner und Ehefrau Karin, entlang der Strecke, Plakate der Bürger  und durch die Reetzer Kita wurde damals auf die Notwendigkeit des Radwegebaus hingewiesen. Aber es gab auch vorher schon mehrere Initiativen. 2012 wurde eine Unterschriftenaktion gestartet – 532 Einwohner der umliegenden Dörfer unterschrieben. Eine weitere Unterschriftensammlung 2015 in Reetz, Reetzerhütten, Wiesenburg und Neuehütten ergab 674 Unterschriften. Ebenso gab es Schriftverkehr mit zuständigen Ministerien, dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, dem Landtag, dem Landesbetrieb für Straßenwesen, verschiedenen Politikern, wie Günter Baaske,

Jörg Vogelsänger,  Frank-Walter Steinmeier und mit der Verkehrssprecherin der „Linken“ im Landtag, Anita Tack. Diese schrieb kürzlich an Bürgermeister Marco Beckendorf: „ Der Abschnitt zwischen Wiesenburg und Reetzerhütten befindet sich mittlerweile in der Vorplanung, der Abschnitt zwischen Reetzerhütten und Reetz in der Entwurfsplanung. Beide Abschnitte sollen im Zusammenhang mit der Erneuerung der Fahrbahn der B 246 realisiert werden. Der Baubeginn ist abhängig vom Planungsverlauf und der Schaffung des Baurechts.“

Die Aussage geht nun ins Jahr 2018 hinein. Keiner der Anwesenden glaubt nun wirklich noch an die schnelle Realisierung des Radwegebaus. Man fragt sich, ob erst ein tödlicher Unfall passieren muss, damit endlich zeitnah reagiert wird. Die Bürger sind richtig wütend! Und damit ist eines sicher, der Kampf wird nicht aufgegeben, sondern mit noch mehr Energie weitergeführt. Jetzt erst recht! Die zuständigen Stellen können sich  auf weitere kräftige Proteste ab sofort einstellen.

 

 

     

 

 

 

Frühjahrsputz

Gute Arbeit haben die Reetzer freiwilligen Helfer im Herbst geleistet. Die Dorfmitte wurde damals gut gereinigt, so dass man sich am vergangenen Samstag zum Frühjahrsputz auf Sportplatz und Freibad konzentrieren konnte. Im letzteren hatte der Bauhof der Gemeinde Wiesenburg/Mark bereits die Hecken geschnitten. Jetzt ging es darum, das Laub und die restlichen Zweige zusammen zu harken. Da waren auch die Jugendlichen des Ortes wie Niklas und Jannik Kopp und Paul Opitz kräftig mit dabei. Immerhin fühlten sich 12 Helfer durch das Reetzer Infoblatt und die Aushänge angesprochen und machten beim Dorfputz mit. Im Anschluss konnte man sich bei Kaffee und Gebäck als kleines Dankeschön des Ortsbeirates stärken, ehe es nach Hause ging.

Danke an Beate Schubert für weitere Fotos

 

Herbstputz

Immerhin 24 fleißige Helfer von 574 Reetzern haben in diesem Herbst für ein schöneres Ortsbild gesorgt. Während die Sportgemeinschaft schon etwas früher ihren Einsatz hatte, trafen sich die anderen am 21.11.  um dem heruntergefallenen Laub zu Leibe zu rücken. Der Wiesenburger Bauhof hatte dazu Big Bags nach Reetz bringen lassen, die jedoch in diesem Jahr nicht ausreichten. Ein Laubhaufen musste so aufgeladen werden. Erfreulich in diesem Jahr, dass sich auch einige jüngere Leute eingefunden hatten. Trotzdem hätte man sich mehr über eine Teilnahme als über verwunderte und mitleidige Blicke gefreut. Nach getaner Arbeit gab es Kaffee und Gebäck, spendiert von Ladenbesitzerin Margitta Westphal und somit wenigstens ein willkommenes Dankeschön an die, die ihren Samstagvormittag für den Ort geopfert hatten.

 

 

Ein Dankeschön an:

 

-          Alma Friedrich, die sich um das leerstehende Nachbargrundstück am Siedlerweg gekümmert hat

-          Ortwin Renner, der immer wieder am Sportplatzgebäude gefegt hat

-          Ursula Gafert für die Säuberung des Parkplatzes in der Grüne-Grund-Straße

-          Den Mitgliedern der Sportgemeinschaft für ihren Einsatz vor der Kegelbahn

-          Dem Domizil Leuchtturm für die Säuberung an der Teichstraße

-          Karin Renner, Walter Boll, Bernd Seliger, Katrin, Felix und Paul Opitz, Carla und Jasmin Friedrich, Edith Bolz, Ilka Iversen, Frau Sandig, Heidi Kallenbach,
Marco und Monika Halke, Eva Loth, Marion Gante für ihren Einsatz am 21.

-          Margitta Westphal für den heißen Kaffee

Dem Bauhof Wiesenburg für das bringen der Säcke und das Abholen

 

 

Neue Tapeten für den Schlafraum!

Staunen werden die Knirpse der Kita „Zwergenland“ in Reetz am Montag. Über das Wochenende hat nämlich ein Heinzelmännchen ihren einen ihrer Schlafräume neu tapeziert. Bereist am Vortag hatten einige Eltern die alten Tapeten entfernt. Andreas Labes hat sich als Nachbarschaftshilfe um den Raum gekümmert. Auch wenn er so ein bisschen Bauchschmerzen hat, denn der Putz an den Wänden ist nicht mehr der neuste und stark in Mitleidenschaft gezogen. So hat er versucht, die Schäden mit Spachtelmasse halbwegs auszugleichen. Bereits im Frühjahr wurden neue Jalousien vom Rollladenbau Kowalewski gesponsert. Kita-Leiterin Karin Priebe ist für ihre Kita sehr rege. Sie versucht immer wieder, Firmen anzusprechen und um Unterstützung für die Kinder zu bitten. So wurde im Sommer ein Speiseraum für die größeren Kinder eingerichtet. Die Farbe zum streichen stellte Malermeister Manfred Letz aus Reetz kostenfrei zur Verfügung. Jetzt soll noch einmal eine Grundreinigung am 24. November stattfinden. Karin Priebe ist sich sicher, das auch da die Eltern wieder kräftig zupacken werden!

 

Radwegdemo

 

Nein, die Reetzer Bürger sowie die aus Reetzerhütten und Reppinichen waren nicht nur zum Winken für die Radler der Burgenradtour gekommen. Sie wollten noch einmal ihre Forderungen für einen Radweg an der B 246 zwischen Wiesenburg und Reetz Nachdruck verleihen. Das fand auch bei den Radfahrern großen Anklang und Unterstützung. Spontan entschloss man sich zu einem gemeinsamen Foto vor dem Plakat.

 

 

Kegelbahnputz

Die Kegler der Reetzer Sportgemeinschaft machen vor dem Winter noch einmal klar Schiff auf dem Außengelände an der Bundestraße. Auf der Einfassung wächst schon seit Ewigkeiten kriechender Wacholder. Der macht sich richtig schön breit. Der Vorteil ist, dass kaum Unkraut durch kommt, der Nachteil, dass regelmäßig geschnitten werden muss. Leider hat sich in den Sträuchern ein Schädling eingenistet, sagt Jochen Herrmann. Bisher trieben die Pflanzen zwar immer wieder aus, aber man muss sehen, ob eine Bekämpfung nötig ist. Ob die Sträucher nach dem Ausbau der B 246 allerdings noch stehen werden, wissen die Sportler nicht so genau, denn vor der Kegelbahn sind Parkbuchten geplant und für den Gehweg muss auch noch Platz sein. Und so ganz traurig wären die Sportfreunde auch nicht, das würde ihnen viel Arbeit ersparen.
 


 

 

Badputz

 

Im Moment kommen die Kinder noch trockenen Fußes durch das Kinderbecken im Reetzer Freibad – bald können sie sich aber so richtig im Wasser austoben. Viele fleißige Helfer trafen sich am vergangenen Samstag zu den letzten Vorbereitungen für die Badesaison. Im Sanitärgebäude wurden Fenster geputzt, Böden gewischt und Türen gereinigt. Da griffen auch die jüngsten zum Besen und freuen sich besonders auf die Eröffnung. Das Wasser im großen Becken läuft bereits, danach wird das Kinderbecken befüllt. Schließlich müssen noch Wasserproben genommen werden, welche hoffentlich keine Beanstandungen ergeben, denn bereits am 6. Juli will die Grundschule Wiesenburg ihr Schwimmlager in Reetz abhalten. Ab dem 11. ist dann das Freibad für alle geöffnet! Vielen Dank an alle fleißigen Helfer!

 

Frühjahrsputz 2015

Das Freibad stand im Mittelpunkt des diesjährigen Frühjahrsputzes in Reetz. Das Wetter spielte mit und im Schwimmbad wurde zuerst der Rasen abgeharkt, die Wege ringsum das Planschbecken und das Schwimmbecken vom Unkraut befreit. Die Laubhaufen dort, am Sportplatz und in der Dorfmitte werden vom Bauhof abgeholt. Die Bank rings um die Linde beim Kinderbecken wurde abgespachtelt und bekam einen neuen Anstrich. Die Farbe und Material zum Unterlegen stellte der Bauhof zur Verfügung. Klaus Wichmann nahm dabei die Zügel in die Hand und unterwies die Helfer. Im Mai soll  der Zaun um den Schwellbehälter und die Fenster im Gebäude gestrichen werden. Hier werden dann insbesondere die Kinder und Eltern aufgerufen, mitzuhelfen, die dort ihr Freizeitvergnügen beim Baden genießen. Erna Weichmann, mit 77 Jahren die älteste Teilnehmerin der Aktion, harkte erst das Laub am Lindenplatz zusammen und legte anschließend auch noch Hand an im Freibad. Der dritte Einsatzort war der Gehweg Grüne-Grund-Strasse / Siedlerweg. Niklas und Jannis Kopp fischten zum Schluss aus dem Schwellbehälter im Freibad 5 Frösche heraus. Die nahm Dieter Wankmüller mit in seinen Teich auf dem Sensthof. Letzterer war in diesem Jahr zum einen für die Verpflegung zuständig – zum anderen als „rasender Reporter“ unterwegs, um die Aktion festzuhalten. Am runden Tisch war ihm klar geworden, dass er sich der Gemeinschaft Freiwilliger anschließen sollte, teilte er Ortschefin Marion Gante mit. So versorgte er alle mit Kaffee und Gebäck, welches er als Beitrag des Sensthofes spendierte. Insgesamt waren 15 Bürger dabei – an alle ein großes Dankeschön, auch wenn nicht jeder namentlich erwähnt wird.

 

Diesmal waren die Jugendlichen als erste am Platz, um beim Herbstputz in Reetz mitzumachen. Ein Zeichen, dass auch zu Hause darauf hingewiesen wird, dass das Dorf Unterstützung von allen Einwohnern braucht. Und das ist der wunde Punkt, über den sich der Ortsbeirat immer wieder den Kopf zerbricht. Denn trotz Aushängen, Infos auf der Homepage und Facebook und diesmal sogar kleine Flyer, die mit der MAZ verteilt wurden – anwesend sind immer wieder dieselben, um etwas für ihr Heimatdorf zu tun. Es ist ein langwieriger Prozess im Umdenken der Bürger, durch freiwilliges Mittun das Dorf wieder  von einer Dorfgesellschaft zu einer Dorfgemeinschaft zu entwickeln. Jeder ist dabei wichtig!

„Wir hoffen, zum Frühjahrsputz 2015 noch mehr Reetzer dabei zu haben“, so  Ortsvorsteherin Marion Gante. Mit seinen 12 Jahren war Paul Opitz der jüngste, Ernst Großkopf mit 85 Jahren der älteste Teilnehmer der Aktion. In der Dorfmitte wurde das Laub zusammengeharkt, am Sportplatz ebenfalls. Mitarbeiter des Bauhofes transportieren alles am Montag ab. Das was nicht geschafft wurde, wird im Frühjahr in Angriff genommen.

Ein großes DANKESCHÖN an die freiwilligen Helfer beim Herbstputz am heutigen Tage.
Allen voran unsere Jugend mit Paul Opitz als jüngstem und sein Bruder Felix sowie die
Binte-Zwillinge Stefan und Sebastian , dies dieses mal als Erste da waren sowie
Ernst Großkopf als ältestem Reetzer. Des weiteren  machten mit: Katrin Opitz, Beate Schubert, Edith Bolz, Ilka Iversen, Ortwin Renner, Bernd Seliger, Walter Boll, Erna Weichmann, Eva Loth sowie ich selber auch. Rainer Friedrich, Wolfgang Striebing, Günter Wolf und Helmut Jakobi möchte ich hier auch nennen, die sonst  immer , seit wir die Frühjahrs- und Herbstputzaktionen durchführen, dabei waren. Zum Frühjahrputz 2015 rechnen wir wieder mit freiwilligen Akteuren, vielleicht aus jedem Haus einen....  Dann werden Arbeiten im Schwimmbad und unten am Teich durchgeführt.
Machen wir unser Dorf alle gemeinsam schöner.

Eure Ortsvorsteherin
Marion Gante

Bilder gibt es HIER!

 

Maibaum aufstellen

Mit vereinten Kräften wurde am Vorabend des 1. Mai auch in Reetz der Maibaum aufgestellt. Ungeduldig warteten die Kinder auf die Maie, die sich etwas verspätete. Schließlich sollten sie den Baum mit bunten Bändern schmücken. Dafür wurden sie von Ortsvorsteherin Marion Gante mit Gummibärchen belohnt. Mit einem ausgeklügelten System und jahrelanger Erfahrung zogen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und weitere Helfer zum Gesang der Reetzer Singegemeinschaft den Maibaum in die Senkrechte. Diese sorgten auch für das leibliche Wohl bei einem gut besuchten gemütlichen Abend!

Mehr Fotos gibt es hier!

 

 

Frühjahrsputz 2014

Den Morgen des diesjährigen Frühjahrsputzes hatten sich die Reetzer anders vorgestellt. Alles war geplant, man hatte sich viel vorgenommen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – pünktlich zum Glockenläuten um Halb acht ertönte such die Sirene und rief die Kameraden der Feuerwehr zu einer Gemeindefeuerwehrübung. So fehlten sie beim alljährlichen Ortsputz. Trotzdem waren noch 18 Bürger im Einsatz. Da das Osterfeuer bevor steht, sollte der Feuerplatz in der Medewitzer Straße beräumt werden. Unterstützt wurden die vier Aktiven von Wolfgang Eilert vom Wiesenburger Bauhof, der mit „schwerem „ Gerät zur Hilfe angerückt war. Am Sportplatzgebäude kam erstmal die Heckenschere zum Einsatz, um den Weg zum Eingang wieder begehbar zu machen. Mit Hacken und Harken rückten die Anwesenden dem Unkraut zu Leibe. Aber auch Mülltüten wurden benötigt, sehr zum Ärger der Anwesenden, denn im Gebüsch fanden sich Papier, Kaffeebecher und ähnliches. Und das, obwohl es auf dem Gelände Mülltonnen gibt! Auch das Feuerwehrgerätehaus wurde auf Vordermann gebracht, immerhin soll es zur bevorstehenden Wahl als Wahllokal dienen und auch von außen einen guten Eindruck hinterlassen.

Ortsvorsteherin Marion Gante hatte indes die wichtigste Aufgabe des Tages. Mit dem Fahrrad versorgte sie alle 3 Stützpunkte mit Bockwurst und Kaffee, damit keinem die Kräfte ausgehen!

 

Vielen Dank an alle fleißigen Helfer!

 

Neueröffnung des Reetzer Jugendclubs

Der Stolz auf „ihre“ Jugendlichen stand Jugendsozialarbeiterin Serena Schmidt ins Gesicht geschrieben. Und auch Ortschefin Marion Gante erfasste das seltene Gefühl der Sprachlosigkeit, als sie den neu gestalteten Raum des Reetzer Jugendclubs betrat, der am 16.11. neu eröffnet wurde. Sie selbst hatte ihn im Frühjahr auf Grund verschiedener Vorkommnisse geschlossen. Nun erstrahlt er im neuen Glanz – und das haben die Mädchen und Jungen so gut wie allein geschafft. „Die pädagogischen Prozesse haben ihre Zeit gebraucht, aber durch die gemeinsame Arbeit ist ein guter Zusammenhalt entstanden“, so Serena Schmidt. Angefangen von der Farbwahl bis hin zur gestalterischen Umsetzung – die Jugendlichen haben fast alles allein gemacht. Nur bei den Schattenfiguren an der Wand musste Serena Schmidt helfen. Und neben ihr auch viele Eltern und Großeltern. „ Hast Du nicht noch.....“ hieß es da oft zu Hause. So organisierten sich die Jugendlichen alle nötigen Materialien selbstständig. Besonders Brigitte Zabel hat sich sehr engagiert, sei es bei der Reinigung der Fußbodenfliesen oder bei notwendigen Einrichtungsgegenständen, denn auch ihre Enkelkinder gehören zu den Mitgliedern des Clubs.  Mit einer kleinen Feier gemeinsam mit Eltern und Freunden konnte der neue Jugendclub nun eingeweiht werden. Dass in Zukunft alles klappt, dafür müssen die Jugendlichen selbst Sorge tragen. Jonathan Zabel, Nick Stolze und Felix Opitz sind für die Jugendlichen Ansprechpartner. Aber auch die Eltern müssen mit integriert werden, da ja alle noch nicht volljährig sind. „Die letzten Monate waren anstrengend“, so Jonathan Zabel und bedankte sich mit ein paar kurzen Worten bei Eltern, Großeltern und Serena Schmidt. Letztere freut sich über die gute Aufnahme in Reetz und das Vertrauen, welches die Eltern ihr entgegenbringen. Und auch wenn Ortsvorsteherin Marion Gante dem Club eine echte Harry Potter Kerze zur Neueröffnung schenkte, mit Zauberei hat das Ergebnis nichts zu tun, sondern mit einem halben Jahr guter Arbeit.

HIER gibt es mehr Fotos!

 

Heino Harbrecht macht derzeit den Friedhof sozusagen winterfest. Im Moment verpasst er den Bänken einen neuen Anstrich. Auch der angesäte Rasen für eine neue Begräbnisstätte gedeiht gut. Nach dem Restaurieren der Fenster erstrahlt nun auch der Innenraum der Kapelle in neuem Glanz.

 

Herbstputz 2012

Ein großes DANKESCHÖN an die fleißigen Helfer beim Herbstputz-Einsatz am 27.10.2012, die in 3 Stunden ihrer Freizeit am Lindenplatz und Rondell vor dem Laden Westphal tüchtig dem Laub zuleibe rückten. Ein heißer Kaffee tat da gut. Am Nachmittag war ein Einsatz am Jugendklub unter Leitung von Serena Schmidt . Eine Woche vorher wurde die Grünanlage vor der Kegelbahn von den aktiven Keglern in Ordnung gebracht- auch hierfür ein herzliches DANKESCHÖN. Die Putzaktionen finden schon seit mehreren Jahren statt. Viele Bürger beteiligen sich regelmäßig und kümmern sich auch außer der Reihe um Ordnung und Sauberkeit im Dorf. So wie die Rentner, die im Sommer den Grünflächen in der Ortsmitte mit dem Rasenmäher zu Leibe rückten. In der Regel finden zweimal im Jahr solche Einsätze statt. SO haben fleißige Helfer zur 850 Jahrfeier des Ortes 2011 in einem Arbeitseinsatz 55.000 Tulpenzwiebeln gesteckt. Diese Beete müssen nun zusätzlich gepflegt werden.

Da noch viel Laub an den Bäumen ist, wird es noch mal einen zweiten  großen  Herbstputz an 3 Stellen geben. Das sind: die  Ortsmitte, der Sportplatz mit dem Wäldchen und der  Herbstfeuerplatz.

Der Termin wird rechtzeitig überall bekannt gemacht.

Hier geht es zu den Fotos!

 

Fleißige Rentner

Die besten Geschäfte macht man am Kneipentisch – hieß es früher. Das man dort aber nicht nur Bier trinken und Geschäfte machen kann, zeigten kürzlich einige Reetzer Rentner. Jeden Freitag ärgerten sich Wolfgang Striebing, Rainer Friedrich, Helmut jakobi und Günter Wolf über die ungepflegten Grünflächen in der Ortsmitte. Das Gras vor dem Laden Westphal und an der ehemaligen Bushaltestelle stand kniehoch. Da der Wiesenburger Bauhof nicht gleichzeitig überall sein kann, ergriffen sie selbst die Initiative. Gemeinsam mit ihren Ehefrauen und weiteren Bürgern griffen sie zu Sense, Rasenmäher und Harke, um den Flächen wieder ein ansprechendes Aussehen zu geben. Und die Pause kam bei den hohen Temperaturen auch recht. Vor dem Laden Westphal steht nämlich die Bank, die Reetz für die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erhalten hat. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die uneigennützige Hilfe!

Hier gibt es mehr Fotos

Deutscher Wandertag 2012

Zum Wandern gehören nicht nur feste Schuhe sondern auch fröhliche Wanderlieder. Auf dem Reetzer Sensthof waren sie zu hören – vom Reetzer Frauenchor. Nach 20 Jahren haben sich viele der ehemaligen Mitglieder wieder zusammen gefunden, um gemeinsam mit den Gästen auf der Eröffnungsveranstaltung zum Deutschen Wandertag zu singen. Renate Friedrich, die damals und auch dieses mal den Chor leitete, war stolz auf das Ergebnis. Den Frauen war der Spaß am Singen anzumerken und ihre Freude übertrug sich auf die Anwesenden, die alle kräftig mitgesungen haben. Abwechselnd gestalteten der Chor, Erhard Loth mit seinem Keyboard und Christa Krüger das Programm. Letztere gab alte und neue Verse aus ihrer Feder zum Besten. Besonders die Herren der Schöpfung mussten bei den Gedichten über Liebe und leid herhalten – sehr zur Freude der Anwesenden, denn manch einer bekam doch einen roten Kopf, weil er so direkt angesprochen wurde. Christa Krüger verstand es, das Publikum in ihren Bann zu ziehen und mit einzubinden und hatte die Lacher meist auf ihrer Seite. Besonders freuten sich alle über die Verse aus ihrem neuen Gedichtband unter dem Motto “Was ich sagen will - schenk den Gedanken einfach Flügel“. Bestückt ist der Band mit eigenen Fotografien ihrer geliebten Perle des Fläming Wiesenburg, dort wo sie zu hause ist. Die Gedichte aus Freude und Besinnlichkeit stammen aus den Jahren 2011/12 ,die texte die mehr sind als nur eine oberflächliche Betrachtung  der Geschichten des Lebens im Alltag. Seit dem 02.mai 2012 ist Christa Krüger auf Lesetour, oft in Selbsthilfegruppen oder vereinen unterwegs Die Reetzer Lesung war erste öffentliche Lesung, während sonst die Türen für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben. Die nächste öffentliche Lesung findet im SPD Bürgerbüro bei Günter Baaske am 17. Juli, 16.00 Uhr, Wiesenburger Straße 13 statt. Eine telefonische Anmeldung ist empfehlenswert.

Donnerstag und Freitag hatte Dieter Wankmüller geführte Wanderungen vom Bahnhof Wiesenburg nach Reetz organisiert, unterstützt von Wanderführer Bernd Lehmann. Die Wanderfreund erfuhren viel über Landschaft und Leute. Ein besonderes Erlebnis und für einige Grund, gerade an dieser Wanderung teilzunehmen, war der Besuch in der Kerzenfabrik Reetzerhütten. Sekretärin Marion Gante und Juniorchef Christian Klenke erläuterten die Arbeiten, bis eine Kerze nach Wunsch des Kunden fertig ist und beantworteten geduldig die Fragen der Besucher. Immerhin ist die Firma eine der ganz wenigen in Deutschland, im Osten sogar die einzige, die noch Kerzen in Handarbeit herstellt. Interessant war auch das Biotop „Alte Lehmkuhle“, welches durch den Lehmabbau der alten Ziegelei entstand und die Reetzer Kirche. Die Freitagsgruppe – 18 Personen – kam aus dem Erzgebirge und hatte schon an vielen Wandertagen teilgenommen. Aber der Fläming war für sie etwas Besonderes – die Herzlichkeit der Einwohner beeindruckte. Überall wurden sie mit Freude aufgenommen – das hatte man vorher nicht in dem Maße erlebt.

An den Abenden war Musik angesagt. Bei Pizza aus dem eigenen Backofen, Wein und Kaffe lauschten die Zuhörer den Künstlern. Besonders begeistert waren alle vom Berliner Duo Nico Hübner und Ken, die nicht nur zum Thema Wandern sangen, sondern auch POP Musik spielten. Fast alle Wünsche der Gäste konnten erfüllt werden, von Rolling Stones bis Amy Winehouse, da hielten selbst die Füße von Organisator Dieter Wankmüller nicht mehr still und bewegten sich im Takt. Auch Ronald Heber und Hans Flake aus Belzig begeisterten am Freitag Abend mit eigenen und alten Lieder das Publikum. Gleichzeitig konnten die Fußballfreunde auf einer Großleinwand den Sieg der deutschen Mannschaft bei der Fußball EM mitverfolgen. Das Orgelkonzert mit Adelheid Fleming am Samstag fand viele Zuhörer, ebenso das gemeinsame Singen am Sonntag Abend. Den Abschluss einer ereignisreichen Woche bildete die Band „Allvind“ aus Belzig mit ihrem Auftritt am Montag.

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

 

Ökologie auf dem Sensthof

Was ist Terra Preta? Während die meisten von uns sicher erst mal googeln müssten, können die Schüler einer 6. Klasse aus Berlin diese Frage bestens beantworten. Es sind nämlich vom Menschen erzeugte ertragreiche Schwarzerdeböden. Um ihr Wissen jetzt auch praktisch anzuwenden, ist die Klasse mit Klassenleiterin Ulla Ondratschek derzeit zu Gast auf dem Sensthof in Reetz. Inhaber Dieter Wankmüller ist  dabei, ein ökologisches Zentrum auf dem Vierseithof zu errichten, aber die Kinder durften schon kommen, auch wenn noch nicht alles fertig ist.  Der Kontakt zu Ulla Ondratschek entstand eher zufällig. Die Zwetschgenbäume auf dem Hof trugen vor einigen Jahren eine schwere Last – Dieter Wankmüller, der selbst aus Berlin in den Fläming kam, posaunte in alle Welt hinaus: „Leute, holt Euch Zwetschgen.“ Und Ulla Ondratschek kam und war sofort begeistert von der Idee und dem Hof. Sie sah die Möglichkeit, den Kindern ihrer Klasse die Natur näher zu bringen und ist eines der Gründungsmitglieder des Vereins „OeLaLa“, der sich um Hof, Land und den Bau des Zentrums kümmert. Deshalb sind „ihre“ Kinder nun auch schon zum dritten Mal in Reetz zu Gast. Geschlafen wird zünftig im Zelt oder auf dem Stroh in den noch vorhandenen Ställen. Die Kinder haben bereits einige Projekte durchgeführt und dafür sogar den Berliner Umweltpreis mit einer Prämie eingeheimst. Das Geld fließt in die Durchführung weiterer Projekte. Beim ersten Besuch in Reetz standen Käfer im Mittelpunkt, beim zweiten die Ernährung des Menschen in früheren Zeiten. Und das natürlich im Selbstversuch. Die Kinder mussten ihre Süßigkeiten und die von den Eltern geschmierten Brote zu Hause lassen. Auch Elektronik wie Handys oder Mp 3 Player sind nicht erlaubt. Brot gebacken wurde im Backofen des Sensthofes und den Kindern eine vegetarische Ernährung nahe gebracht, indem gekocht wurde, was der Garten hergab, denn früher gab es sicher oft kein Fleisch, wenn die Jäger kein Wild erlegt hatten. In diesem Jahr legten die Kinder ein Hochbeet an. Dazu sammelten sie Naturmaterialien wie Holz und Gras und auch Küchenabfälle wurden verwendet. In diesem Gemisch bilden sich Mikroorganismen und erzeugen Wärme, die auch die abdeckende Schicht aus Erde durchdringt. Das gefällt natürlich auch den Pflanzen, die später darauf wachsen sollen. Wenn alles auf dem Sensthof ausprobiert wurde, will Ulla Ondratschek das Projekt in den großen Schulgarten übertragen. Innerhalb des diesjährigen Aufenthaltes wird noch eine weitere Schulklasse dazu stoßen. Gemeinsam möchten die Kinder einen Teich anlegen. Der Grund wird zuerst mit Lehm verschmiert – da darf man sich einmal richtig dreckig machen, ohne dass Mama gleich schimpft, freuen sich die Kinder. Und hoffen, im nächsten Jahr schon vieles Kleingetier dort zu finden. Einen ersten Erfolg hatten sie bereits am Freitag – an einem Fliederbusch krabbelte ein Hirschkäfer und die Kinder waren erstaunt über die Größe des Tieres.

 

Wildniscamp

Bereits das dritte Jahr findet im Reetzer Ortsteil Mahlsdorf das „Wildniscamp“ statt. Hauptanliegen der Gruppe um Paul Wernicke ist es, den Kindern Alternativen zu Computer und Fernsehen aufzuzeigen und ihnen eine echte Beziehung zur Natur zu vermitteln. Wer nun denkt, das man dort hauptsächlich Kinder aus den Großstädten findet, wird enttäuscht. Die meisten Teilnehmer kommen aus dem Belziger Umland, einige wenige sind aus Bremen dabei. Das aber auch nur, weil Paul Wernicke dort früher solche Camps durchgeführt hat – sie sind einfach „hängen geblieben“.

Das Wildniscamp findet dreimal im Jahr statt, im Frühjahr, Sommer und Herbst. Auch wenn das Wetter es diesmal nicht besonders gut meint, der Freude der Kinder tut das keinen Abbruch. „Wenigstens gibt es jetzt noch keine Mücken und auch Disteln und Brennnessel können nicht pieken“, so Paul Wernicke. Stolz erzählen die Kinder über ihre Abenteuer. Sie lernen Spuren lesen und den Gesang der Vögel deuten. „Am Gesang kann man nämlich erkennen, ob ein Vogel lustig ist oder ob er vor irgend etwas Angst hat“, erzählt Noah. Erstaunlich, wie gut die Kinder über einheimisches Wild Bescheid wissen. Kaum ein Erwachsener weiß, wie viele Tierarten es hier gibt.  Dass sie zum Beobachten der Tiere auch oft nächtliche Ausflüge unternehmen, ist ein zusätzliches Plus, denn wer bleibt nicht gern freiwillig lange auf. Die Kinder lernen, welche Spuren zu welchem Tier gehören, lernen den Fährten zu folgen und wissen so, wo sie sich auf die Lauer legen müssen, um Tiere zu sehen. Mit Erlaubnis der Firmenleitung durften die Kinder auf dem Gelände des Ziegelwerkes „Röben“ nach Spuren suchen. Die gefundenen Fährten wurden dann mit einem Lehmrand versehen und mit Gips ausgegossen – so kann man anhand der Formen noch einmal genau beschreiben und nachlesen, zu welchem Tier sie gehören. Sogar Spuren des Wolfes wurden gefunden. Auch wenn noch niemand einen gesehen hat, ist jedoch sicher, dass er durch das Gebiet gezogen ist.

Viele der Kinder sind seit dem 1. Camp dabei und kommen gern jedes Jahr wieder. Meist sind es zwischen 15 und 30 Teilnehmer im Alter von 6 bis 17 Jahren. Auf eine Trennung nach Altersstufen wird bewusst verzichtet. Während die Älteren vieles schon wissen und die Jüngeren mit „unterrichten“ können, stecken diese alle anderen wiederum mit ihrer Neugier und ihrem Enthusiasmus an.

Geschlafen wird in Zelten, bei warmem Wetter auch unter freiem Himmel. Die Kinder haben auch schon Buden im Wald gebaut und dort übernachtet. Schwierigkeiten mit der Disziplin? Nein, denn wer an so einem Camp teilnimmt, weiß, wie er sich zu verhalten hat. Gekocht wird ebenfalls im Camp. Zum Frühstück gibt es meist Müsli, abends Brot und Gemüse, Suppen werden auf der offenen Feuerstelle oder auf dem Gaskocher gekocht. Bei den Lebensmitteln wird auf regionale Produkte gesetzt.

Neben den alljährlichen Camps bietet Paul Wernicke mit seinen Kollegen auch Kurse für Erwachsene und Familien zum Thema Wildnispädagogik an.

 

Am 24.02.2012 wurde in Reetz im Andenken an Israel Rabinowitsch ein Stolperstein gelegt.

Stolpersteine liegen inzwischen in über 500 Orten in Deutschland. Mit ihnen soll der Opfer des Naziregimes gedacht werden. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig, der den größten Teil der Steine angefertigt hat.

In Anwesenheit von Verwandten, Freunden und Vertretern der Kommunalpolitik wurde am 24.02. ein Stolperstein für den Juden Israel Rabinowitsch gelegt. Israel Rabinowitsch stammte aus der Ukraine und war eines von 7 oder 8 Kindern von Salomon und Rachel Rabinowitsch. In den ersten Kriegstagen, also im August 1914, wurde er als der Soldat der russischen Armee gefangen genommen. Nachdem er vier Jahre in einem Kohlebergwerk in der Lausitz gearbeitet hatte, kam der Kriegsgefangene Rabinowitsch im August 1918 in die Brandtsheide und arbeitete im Sägewerk am Bahnhof Wiesenburg. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten galt Israel Rabinowitsch, obwohl getauft, nach den rassischen Vorstellungen der neuen Machthaber als Jude, und er war auch noch Ausländer. Im Jahr zuvor hatte er zwar die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt, aber das war nun erledigt. Manche erinnerten sich, dass Israel Rabinowitsch versucht hatte, sich als „guter Deutscher“ zu geben. Es war ein verzweifelter Versuch, der zum Scheitern verurteilt war. Er meldete seinen Sohn Werner bei dem Jungvolk, seine Tochter Klara bei dem Bund deutscher Mädel an. Sie wurden abgewiesen. Die ersten beiden Male, als Israel Rabinowitsch von der Gestapo in Potsdam vorgeladen wurde, setzte sich sein Arbeitgeber Richard Senst mit den Behörden in Verbindung, um Rabinowitsch zu schützen, sprich, er fuhr zu der Gestapozentrale nach Berlin.

Die Deportationen der Juden aus Deutschland in die Todeslager liefen schon als am 8. März 1943, als Israel Rabinowitsch von der Gestapo Potsdam schriftlich aufgefordert wurde, sich wegen einer „persönlichen Angelegenheit“ bei der Gestapo-Dienststelle in Potsdam, Priesterstraße 13, zu melden. Diesmal lehnte er das Angebot von Richard Senst ab, sich für ihn einzusetzen. Er war überzeugt, es ginge um seinen Sohn Werner, der in Wörlitz arbeitete und unter polizeilicher Aufsicht stand. Kurz zuvor hatte die Gestapo bei Anna Rabinowitsch wegen des Sohnes vorgesprochen.

Israel Rabinowitsch fuhr also nach Potsdam und kehrte nie nach Reetz zurück.

„Eines Mannes wie Israel Rabinowitsch zu gedenken ist wichtig und macht Sinn, denn man lernt aus seiner Geschichte, was Menschenrechte bedeuten, wie elementar sie sind: dass ein Mensch, solange er die Rechte eines anderen nicht beschneidet, das Recht hat, zu leben wie er will, egal wer die politische Macht gerade ausübt“, so John Shreve in seinen Worten bei der Steinlegung. Der Amerikaner, verheiratet mit einer Reetzerin, hat in der von ihm verfassten Chronik von Reetz Israel Rabinowitsch ein eigenes Kapitel gewidmet.

Hier die Rede von John Shreve

 

Israel Rabinowitsch

 

Rede von John Shreve anlässlich der Setzung des Stolpersteins am 24.02.2012 vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Rabinowitsch in Reetz

 

Israel Rabinowitsch stammte aus der Ukraine und war eines von 7 oder 8 Kindern von Salomon und Rachel Rabinowitsch. In den ersten Kriegstagen, also im August 1914, wurde er als der Soldat der russischen Armee gefangen genommen. Nachdem er vier Jahre in einem Kohlebergwerk in der Lausitz gearbeitet hatte, kam der Kriegsgefangene Rabinowitsch im August 1918 in die Brandtsheide und arbeitete im Sägewerk am Bahnhof Wiesenburg.

 

Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft im Mai 1921 arbeitete er für den damaligen Reetzer Ortsvorsteher Franz Wernicke. Am 14. Juni 1922 ließ Israel Rabinowitsch sich evangelisch taufen und am Heiligabend desselben Jahres heiratete er seine Anna Schuster, die er bei Wernickes kennen gelernt hatte.

 

In Reetz hatte Israel Rabinowitsch offensichtlich einen guten Ruf. Beschrieben wurde er mit Worten wie interessant, hilfsbereit, unauffällig, lebenslustig. Man erinnerte sich an ihn als einen Mann, der gerne einen getrunken hat, der gern tanzte und vor allem gern Karten spielte. Fast jeden Abend saß er in der Gaststätte Galle in der Zerbster Straße und spielte Karten mit seinen Freunden. Er war im Schützenverein und im Radfahrerverein. Sein Wunsch, dem Kriegerverein beizutreten, scheiterte daran, dass er in der falschen Armee gedient hatte.

 

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten galt Israel Rabinowitsch, obwohl getauft, nach den rassischen Vorstellungen der neuen Machthaber als Jude, und er war auch noch Ausländer. Im Jahr zuvor hatte er zwar die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt, aber das war nun erledigt. Manche erinnerten sich, dass Israel Rabinowitsch versucht hatte, sich als „guter Deutscher“ zu geben. Es war ein verzweifelter Versuch, der zum Scheitern verurteilt war. Er meldete seinen Sohn Werner bei dem Jungvolk, seine Tochter Klara bei dem Bund deutscher Mädel an. Sie wurden abgewiesen.

 

Ansonsten änderte sich zunächst nicht allzu viel für die Familie Rabinowitsch. 1934 erhielt die kinderreiche Familie von der NS-Wohlfahrt zu Weihnachten noch Hasen. Weiterhin nahm Israel Rabinowitsch am Vereinsleben in Reetz teil. Er leistete Handdienste, wenn er an der Reihe war, und diente bei Beerdigungen. „Israel“, wie die Reetzer ihn nannten, war als „der Russe“ bekannt, nicht als „der Jude“.

 

Doch mit der Verkündung der sogenannten „Nürnberger Gesetze“ 1935 änderte sich die Lage von Israel Rabinowitsch und seiner Familie grundlegend. Nun musste er dem Amtsvorsteher Richard „Erdmann“ Senst täglich seine Anwesenheit melden. Es wurde dem Ehepaar Rabinowitsch nahegelegt, sich scheiden zu lassen, was sie ablehnten. Seine Kinder galten nun als „Halbjuden“, mit allen Nachtteilen.

 

Ab 1938 wurde die Ausgrenzung der Familie Rabinowitsch noch deutlicher. Eines Abends saß Israel Rabinowitsch in der Gaststätte Galle, und spielte Skat. Gegen 10 Uhr betrat der Ortsgruppenleiter der NSDAP aus Reetzerhütten das Lokal mit den Worten: „Wer spielt hier noch mit Juden?“ Israel Rabinowitsch stand auf und verließ das Lokal. Dem Gastwirt Galle wurde von der Polizei mitgeteilt, dass der Jude Rabinowitsch in Zukunft weder sein Lokal noch irgendein anderes betreten durfte. Er wurde auch aus allen Vereinen ausgeschlossen.

 

Seit seiner Hochzeit arbeitete Rabinowitsch als Maschinist im Sägewerk und in der Ziegelei von Richard Senst. Anna Rabinowitsch arbeitete weiterhin als Saisonarbeiterin bei Franz Wernicke. Senst versuchte, die Familie dazu zu bewegen, auszuwandern, nach Brasilien oder nach Skandinavien. Das Ehepaar Rabinowitsch lehnte jedoch ab.

 

Im April 1939 wurde Israel Rabinowitsch vom Landrat des Kreises mitgeteilt, dass seine Aufenthaltserlaubnis mit dem 31. März erlosch. Es wurde mit seiner zwangsweisen Abschiebung aus dem Reich gedroht, falls er das Land nicht bis zum 1. September verlassen hätte. Nun bemühte er sich selber um die Auswanderung. Das war nicht mehr möglich. Dann kam der Krieg.

 

In den Kriegsjahren erhielt Anna Rabinowitsch weder Lebensmittel- noch Kleiderkarten. Israel Rabinowitsch verdiente auf Grund der höheren Abgaben für Juden weniger als andere, welche die gleiche Arbeit leisteten.

 

Ab dem 15. September 1941 mussten alle Juden vom 6. Lebensjahr an sich mit einem gelben sogenannten „Judenstern“ kennzeichnen. Israel Rabinowitsch versuchte, einen eigenen Stern zu basteln, aber seine Frau sagte ihm, wenn er einen Stern tragen sollte, dann sollten die Behörden ihm einen geben. Daraufhin bemühte sich Rabinowitsch tatsächlich um einen Judenstern. Die Bezirksstelle Brandenburg-Pommern der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland teilte ihm mit, dass er keinen Stern tragen müsse. Er lebe in einer sogenannten „privilegierten Mischehe“.

 

Die ersten beiden Male, als Israel Rabinowitsch von der Gestapo in Potsdam vorgeladen wurde, setzte sich sein Arbeitgeber Richard Senst mit den Behörden in Verbindung, um Rabinowitsch zu schützen, sprich, er fuhr zu der Gestapozentrale nach Berlin.

 

Die Deportationen der Juden aus Deutschland in die Todeslager liefen schon als am 8. März 1943, als Israel Rabinowitsch von der Gestapo Potsdam schriftlich aufgefordert wurde, sich wegen einer „persönlichen Angelegenheit“ bei der Gestapo-Dienststelle in Potsdam, Priesterstraße 13, zu melden. Diesmal lehnte er das Angebot von Richard Senst ab, sich für ihn einzusetzen. Er war überzeugt, es ginge um seinen Sohn Werner, der in Wörlitz arbeitete und unter polizeilicher Aufsicht stand. Kurz zuvor hatte die Gestapo bei Anna Rabinowitsch wegen des Sohnes vorgesprochen.

 

Israel Rabinowitsch fuhr also nach Potsdam und kehrte nie nach Reetz zurück.

 

Nach etwa vier Wochen erhielt Anna Rabinowitsch eine Karte von ihrem Mann. Dreimal fuhr Werner Rabinowitsch nach Potsdam, um seinen Vater zu besuchen, das erste Mal mit seiner Schwester Klara. Ende Mai fuhr er ein viertes Mal nach Potsdam, nur um zu erfahren, dass der Vater nicht mehr dort war.

 

Wieder versuchte Richard Senst sich für Israel Rabinowitsch bei der Gestapo einzusetzen, diesmal erfolglos. Ihm wurde damit gedroht: setze er sich weiter für den Juden ein, verschwände auch er.

 

Die Familie erhielt bald eine Karte aus Auschwitz. Es hieß, es gehe ihm gut. Sie konnten nicht wissen, was Auschwitz bedeutete.

 

Anfang Oktober 1943 erhielt Anna Rabinowitsch eine Nachricht von der Kommandantur des Konzentrationslagers Auschwitz. Ihr Mann sei am 24. September im dem Krankenhaus in Auschwitz, Kasernenstrasse „an den Folgen von Herzschwäche bei Darmkatarrh“ gestorben. Die Leiche sei am 18. September „im staatlichen Krematorium eingeäschert“ worden. Mit Sicherheit starb Israel Rabinowitsch nicht friedlich in einem Krankenhaus. Zur der Zeit verbrannten die vier Krematorien von Auschwitz-Birkenau zusammen mit dem Krematorium im Stammlager täglich 4756 Leichen.

 

Geschichte ist aber nie so einfach, nie so schwarz-weiß wie sie auf dem ersten Blick erscheint. Richard Senst, der soviel für Israel Rabinowitsch getan hatte und weiterhin der Familie half, war seit dem 1. Juli 1941 Mitglied der nationalsozialistischen Partei. Nach der Nachricht aus Auschwitz arbeitete Anna Rabinowitsch weiter bei Franz Wernicke, der auch sonst der Familie half. Tochter Elli erzählte mir: „Wir konnten dort Mittag essen gehen. Sie haben uns wirklich als Menschen geholfen.“ Franz Wernicke war seit 1933 Mitglied der NSDAP und Ortsbauernführer.

Israels Sohn Alfred erzählte mir wie der Dorflehrer, Hermann Gottschalk, die Hand über die Rabinowitsch-Kinder hielt. Hermann Gottschalk war Ortsgruppenleiter der NSDAP. Diese menschlichen Gesten entlasten diese Männer natürlich nicht von der Schuld, die sie auf sich luden, indem sie das menschenverachtende System stützten und dadurch die Verbrechen ermöglichten, und dennoch zeigten sie Menschlichkeit. Das taten auch andere Reetzer.

 

Tochter Elli erinnerte sich: „Die Menschen hatten Mitgefühl mit uns. Zu uns öffentlich waren sie freundlich, und verschiedene haben uns Kleidungsstücke geschenkt.“

 

Sohn Werner sagte: „Der Mehrheit der Reetzer Bevölkerung haben wir zu danken, dass er erst ‚43 verhaftet wurde. Dass man sich nicht gewagt hat ihn abzuholen, sondern mit so einer einfachen Karte nach Potsdam lockte.“

 

Eines Mannes wie Israel Rabinowitsch zu gedenken ist wichtig und macht Sinn, denn man lernt aus seiner Geschichte, was Menschenrechte bedeuten, wie elementar sie sind: dass ein Mensch, solange er die Rechte eines anderen nicht beschneidet, das Recht hat, zu leben wie er will, egal wer die politische Macht gerade ausübt.

In diesem Teil Deutschlands folgte auf die Diktatur der Nationalsozialisten leider die Diktatur der Sozialistischen Einheitspartei. Trotz allem Gerede vom „Antifaschismus“ lernte der Staat, der hier entstand, nicht aus der Geschichte von Menschen wie Israel Rabinowitsch. Die Rechte von Menschen wurden zwar nicht mehr aus sogenannten rassischen, sondern aus ideologischen Gründen missachtet. Hätte Israel Rabinowitsch den Krieg überlebt, wäre er vielleicht als Christ benachteiligt gewesen. Natürlich gab es in der DDR keine Vernichtungslager, aber die Einstellung, dass das Individuum sich einer sich selbst rechtfertigenden Partei bzw. Staat unterzuordnen hat, war dieselbe.

In der DDR fand keine offene Auseinandersetzung mit dem Holocaust statt. Das Gedenken an dem Holocaust stand hinter dem an den verfolgten Kommunisten. In den ersten Jahren der DDR wurden jüdische Gemeindevertreter verhört, ihre Büros durchsucht und öffentliche Veranstaltungen verboten. „Genossen jüdischer Abstammung“ wurden durchleuchtet, jeder zehnte verhaftet. Ein Viertel aller Mitglieder der jüdischen Gemeinden der DDR flüchtete in den Westen. Die DDR unterstützte auch tatkräftig die Feinde des Staates Israel. Die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus wurden aus der öffentlichen Erinnerung verdrängt. Diese Verdrängung ist einer der Gründe, warum gerade in den neuen Bundesländern der Rechtradikalismus auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist. Erst im April 1990 bat Sabine Bergmann-Pohl, die Präsidentin der ersten freigewählten Volkskammer der DDR, „das Volk in Israel um Verzeihung für die Heuchelei und Feindseligkeit der offiziellen DDR-Politik gegenüber dem Staat Israel und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945…

 

Ich kannte Reetz und viele Reetzer mehr als 15 Jahre, bevor ich den Namen Israel Rabinowitsch das erste Mal hörte, und das war von Herrn Werner Brehmer, einem Christen und Gegner der SED. Meine Frau, in Reetz aufgewachsen, kannte zwar den Namen Rabinowitsch, doch dass der Reetzer Israel Rabinowitsch in Auschwitz ermordet wurde, erfuhr sie erst durch mich. Andere Reetzer ihrer Generation haben mir ähnliches erzählt. In Reetz wurde Israel Rabinowitschs nur in der Kirche gedacht und dieses Gedenken wurde von ehemaligen Wehrmachtsoldaten initiiert und durchgeführt. Das hier ist das erste öffentliche Gedenken.

 

Nach zwei Diktaturen in Deutschland können wir hier als freie Menschen stehen und eines Menschen gedenken, der nur ein normales, friedliches Leben führen wollte. Wollen wir Israel Rabinowitsch und andere Opfer der nationalsozialistischen Diktatur ehren, wollen wir aber auch die Opfer der sozialistischen Diktatur ehren, müssen wir entschlossen sein, uns gegen alle Bedrohungen unserer demokratischen Gesellschaft zu wehren, kommen sie von Rechts oder kommen sie von Links.

Das Prinzip ist so einfach wie alt und stets aktuell. Im Lukas-Evangelium lesen wir: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt sein wollt.“ Im Artikel 1 unserer Verfassung heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Welch ein Fortschritt!

 

 

 

Preisverleihung der Aktion "Unser Dorf hat Zukunft" in Seddin

Am 17. fand die Auszeichnungsveranstaltung des Wettbewerbes in Seddin statt. 

Leider  sind wir nicht unter den ersten Drei, die ausgezeichnet wurden. es gab den 1. 2. und 3. Platz,

der Rest der Anwesenden (16 Orte waren vertreten), so auch wir,  erhielt Urkunde, Blumenstrauß und Buch.

 

Wir versuchen es nächstes Jahr wieder.

Jeder der 16 teilnehmenden Orte bekommt im März 2012 eine schöne stabile Holzbank , angefertigt vom Ausbildungsförderverein.

Somit sind alle "beschenkt" worden, auch wenn man nicht die ersten drei Plätze belegt hatte.

 

Ausgezeichnet wurden Dippmannsdorf, Raben, Garrey/Zixdorf und von unserer Gemeinde Jeserig/Fläming.

 

Umbau auf dem Sensthof

Was baut der denn da? Das fragten sich sicher viele als auf dem Sensthof von Dieter Wankmüller in Reetz die Baufirmen anrückten. Der 68 jährige ist seit 2006 Eigentümer des Vierseithofes. Eigentlich wollte er in die Uckermark, aber durch einen Zufall bekam er bei einer Flämingwanderung Kontakt zur Erbengemeinschaft des Gehöftes. Sein Plan war eigentlich, sein letztes Lebensdrittel in einer Hofgemeinschaft mit Menschen seines Alters zu verbringen. „Aber einen alten Baum verpflanzt man nicht gern“ – so hatte sich diese Idee bald zerschlagen. Selbst in einem 250 Seelen Dorf im Württembergischen aufgewachsen, war Dieter Wankmüller mit Natur, Landwirtschaft und Selbstversorgung bestens vertraut. Nach 40 Jahren Berlin wollte er einfach zurück in die dörfliche Atmosphäre.

Fast 1 Jahr brauchte Dieter Wankmüller zum Sichern der Substanz und um das Haus wohnbereit zu machen. Nun stellte sich die Frage: „Was mache ich mit den ganzen Gebäuden?“ Da im Nordteil bereits früher Wohnungen waren stand von Anfang an fest – das wird der Gästeteil. Aus seinem Freundeskreis heraus entwickelte sich der Verein OeLaLa zur Förderung des ökologischen Landbaus und der Landschaftspflege in Reetz e.V. , der derzeit 45 Mitglieder hat. Dadurch gab es für Dieter Wankmüller völlig neue Impulse, nämlich aus dem Hof ein Ökozentrum für ökologische Bildung zu machen. Dorf- und Ökozentrum Sensthof – so der Arbeitstitel des Projektes. Ebenso sollten Ferienwohnungen entstehen, die bereits zum Deutschen Wandertag 2012 bezugsfertig sein werden. Nach fast 2 Jahren wurden Mittel aus dem Fördertopf ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) bewilligt. Die beiden geplanten Ferienwohnungen wurden aus dem Projekt ausgelagert und über Fördermittel des KTI für Tourismus gefördert. Natürlich gibt es nichts umsonst und auch Dieter Wankmüller musste Eigenanteile bereitstellen. Inzwischen hat das Gebäude ein neues Dach und eine Solaranlage erhalten. Letztere wurde von einem Vereinsmitglied gestiftet. Im kommenden Jahr bekommt die Fassade zur Straße einen neuen Anstrich, damit auch von außen die Veränderungen sichtbar sind.

Bis zum Sommer 2012 soll der Großteil der Maßnahmen fertig sein. Während die untere Ferienwohnung so gut wie bezugsfertig ist und barrierefrei mit separatem Eingang umgebaut wurde, geht es im kommenden Jahr an die oberen Zimmer. Weiterhin soll ein „Heuhotel“ entstehen. Dort schlafen die Gäste zwar nicht im Heu, sondern auf dem sanierten ehemaligen Heuboden. „Das ist etwas für Leute, die sozusagen ihr Bett selbst mitbringen und preiswerte Unterkünfte suchen“, so Dieter Wankmüller. So werden Nasszellen eingebaut und der Heuboden zur Verfügung gestellt für Luftmatratzen und ähnliches. Also etwas für Leute, die wenig Geld haben. Angedacht sind etwa 5 € pro Nacht.

Im ehemaligen 61 m² großen Pferdestall wird ein großer Raum für Veranstaltungen, ökologische Schulungen und Saisongastronomie entstehen. Der Verein OeLaLa soll hier einmal residieren, die Räume sollen aber auch für die Dorfgemeinschaft nutzbar sein.  „Nun muss ich alles mit Leben füllen“, meint Dieter Wankmüller. „Der Sensthof ist ein großes Experimentierfeld.“

Hier einige Fotos über den Fortschritt der Bauarbeiten

 

Herbstputz 2011

Vier Grad minus bescherten am Samstag (22.10.) in Reetz der Wiese eine weiße Haube und den Autofahrern zugefrorene Scheiben. Trotzdem trafen sich wieder engagierte Bürger zum traditionellen Herbstputz. Im Ortskern wurden unter anderem die Flächen mit den gesteckten Tulpen gesäubert.

Die Erzieher und Eltern der Kita führen ihren Herbstputz zu einem späteren Zeitpunkt durch. Rund um das neue Feuerwehrhaus waren die Kameraden der FFW Reetz im Einsatz. 

Edith Bolz verstärkte noch das "Tulpenbeet-Reinigungsteam", zu dem Rainer Friedrich, Marion Gante, Helmut Jakobi und Günter Wolf gehörten, leider war der Fotograf da schon weg :-)))

 

Mehr Fotos gibt es hier!

Ortsbegehung mit der Kommission zum Wettbewerb

"Unser Dorf hat Zukunft"

Am 27.09.2011 trafen sich der Ortsvorstand und Bürger unseres Ortes mit der Auswahlkommission zur Präsentation unseres Dorfes. Nach einer kurzen Einführung durch Ortsvorsteherin Marion Gante, führte diese die Anwesenden zu einigen Eckpunkten des Ortes. Beeindruckt waren die Kommissionsmitglieder von der Menge der Pokale, welche unsere Feuerwehr im Laufe der Jahre errungen hatte. Wehrführer Ronald Schüler gab einen kurzen Bericht über die Arbeit der FFW. In der Kita war grad Mittagsruhe angesagt, so dass alle nur einen kurzen Blick hineinwerfen konnten. Der Frisiersalon von Silke Barduhn und der Laden Westphal waren weitere Stationen. In der Kirche wurden die Gäste mit Orgelmusik von Erhard Loth empfangen. Pfarrer Martin Zinkernagel informierte über die Kirchengemeinde. Der Dorfteich wurde in Augenschein genommen, ebenso wie der Sensthof, der oft für verschiedene Aktivitäten zur Verfügung steht. Leider erlaubte die Zeit keinen Abstecher nach Mahlsdorf, die Kommissionsmitglieder wurden aber auf unsere Internetseite hingewiesen, wo sie sich noch einmal über Aktivitäten des Ortes informieren können. Für den kleinen Imbiss am Ende des Rundgange gilt Alma Friedrich, Ingrid Wolf  und Erika Schubert ein herzliches Dankeschön, ebenso den fleißigen Helfern beim Aufräumen im Sportplatzgebäude.

Hier gibt es die Fotos vom Ortsrundgang

 

Ginkgo wird winterfest gemacht

Der im Frühjahr in Reetz auf dem Gelände des Vereins OeLaLa e.V. gepflanzte Ginkgo wurde von dessen Mitgliedern am vergangenen Samstag winterfest gemacht. Schließlich soll er ja im Frühjahr wieder gut weiter wachsen.  Um den Baum herum ist inzwischen ein ruhiger Rastplatz entstanden. Dieter Wankmüller wurden ja die Reste der im Oktober 2010 gefällten Friedenseiche überlassen. Ein vereinsangehöriger Tischler fertigte daraus eine Sitzgruppe, die nun neben dem Ginkgo steht und zum Verweilen einlädt.  

Hier ein paar Fotos

Verlegen der neuen Wasserleitung in der Mahlsdorfer Straße

Die Mahlsdorfer Straße in Reetz erhält derzeit eine neue Wasserleitung. Die Anwohner wurden im Vorfeld über die Arbeiten informiert, da teilweise auch neue Hausanschlüsse gelegt werden. Durchgeführt werden die Arbeiten von der Firma RBU Rohrbau Berlin/ Brandenburg GmbH aus Stahnsdorf.

 

Wasser marsch aus der neuen Leitung - heißt es seit heute in einigen Teilen der Mahlsdorfer Straße. Während die Grundstücke an die neu verlegte Leitung angeschlossen werden, stellen die Mitarbeiter der Firma RBU auch den Straßenzustand wieder her.

Maibaum aufstellen 2011

Am 30. April wurde von den Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Reetz, unter den aufmerksamen Blicken vieler Gäste, der Maibaum aufgestellt. Hier einige Bilder von Beate Schubert!

 

Unsere Tulpen wachsen und gedeihen. An geschützten Stellen stehen sie schon in voller Blüte!

Nun kann sie kommen, die große Feier. Der diesjährige Frühjahrsputz war ganz auf das bevorstehende Jubiläum ausgerichtet. Etwa 20 fleißige Helfer kümmerten sich um das Sportplatzgelände und das Drumherum. Immer dabei: Helmut Jacobi, Helmut Striebing, Ernst Großkopf, Rainer Friedrich und Beate Schubert. Ein besonderer Dank auch an die Freiwillige Feuerwehr Reetz, die sich speziell um den Waldstreifen gekümmert haben. Ebenso den fleißigen Reetzerinnen Elli Striebing, Ruth Loth, Ingrid Wolf, Walli Brüning, Erika Lehmann und Angela Hahne aus Reetzerhütten, die im Rahmen des Frühjahrsputzes die Kirche gereinigt haben.

 

 

A U F R U F

 

Zum FRÜHJAHRSPUTZ in Vorbereitung unserer 850-Jahr-Feier

am Samstag, dem 16.04.2011

sind alle Bürger aufgerufen, mitzumachen.

 

Treffpunkt ist um 9.00 Uhr :

dieses Mal auf dem Sportplatzgelände .

Das wollen wir abharken und hinten das Wäldchen vom Unrat befreien.

Mitzubringen sind:

Harken, Schippen, Spaten, Körbe, Eimer,

Schubkarren, Baumscheren

sowie auch einige

Pflanzhölzer für nochmaliges Tulpenzwiebel-Stecken…

 

 

Ortsbeirat

Marion Gante

Ortsvorsteherin

 

EINLADUNG

 

Der Ortsbeirat  Reetz lädt am 08. März 2011 anläßlich 100 Jahre Internationaler Frauentag alle Frauen recht herzlich zu einem gemütlichen " Frauenplausch-Kaffeenachmittag"  ab 15.00 Uhr ins Mehrzweckgebäude am Sportplatz ein. Frauen, die durch die Arbeit nicht  schon ab 15.00 Uhr dabei sein können,  sind auch später  recht herzlich zum Kaffee willkommen.

Mitzubringen ist bitte ein Kaffeegedeck und gute Laune.

 

Marion Gante

Ortsvorsteherin

 

Frauentag in Reetz

 

Die traditionelle Frauentagsfeier in Reetz fand in diesem Jahr im Sportplatzgebäude statt. Eingeladen hatte der Ortsvorstand, viele Reetzer Bürgerinnen folgten der Einladung. Bei Kaffe, Kuchen und Sekt saß man gemütlich beisammen und hielt ausgiebigen Kaffeeklatsch. Dank Christian Klenke aus Reetzerhütten wurde gemeinsam gesungen und geschunkelt – Laurenzia ging auch an den Tischen.

 

Geschichtstafel

Wenn alles klappt, wird noch in diesem Jahr mit dem Umbau des Sensthofes in Reetz begonnen. Die Baugenehmigung hat Eigentümer Dieter Wankmüller bereits in den Händen, nun wartet er auf die Bewilligung der Förderanträge. Auf der rechten Seite des Vierseithofes mit dem angrenzenden Wohnhaus soll eine Ferienwohnung entstehen, ebenfalls ein Raum für ökologische Bildung, der aber auch für das Dorfleben genutzt werden kann. Trotz dieser Maßnahmen soll auf die Geschichte des Hofes hingewiesen werden. Dazu möchte Dieter Wankmüller eine Geschichtstafel an seinem Wohnhaus anbringen. Diese soll von der Wiesenburger Künstlerin Iris Bergner gestaltet werden. Die Kosten trägt Dieter Wankmüller selbst. Die Idee dazu war bereits vor dem Kauf des Anwesens geboren. Durch die künstlerische Gestaltung beschränkt sich der Text auf den Arbeitstitel: „Sensthof – erbaut 1905 von Richard Senst. Er setzte auf die dunklen Mächte seiner Zeit und wurde in der Folge selbst ein Opfer. Sein Erbe diene dem Frieden.“ Dieter Wankmüller will damit das Interesse an der Geschichte wecken, nicht nur der des Sensthofes, sondern des gesamten Ortes. Als zusätzliche Informationen schwebt ihm eine Seite Geschichtsbuch über Richard Senst vor, auf der sich die Leute über den Hergang der Geschichte informieren können. Richard Senst, den  Beinamen „Erdmann“ trug, um ihn vom Besitzer der alten Ziegelei mit gleichem Namen zu unterschieden, hatte sich mit Hitlers Machtergreifung auf die Seite der Nazis geschlagen, während der Ziegeleibesitzer Richard Senst mit den braunen Machthabern nicht viel am Hut hatte. Er beschäftigte unter anderem den Juden Israel Rabinowitsch als Heizer in seinem Werk, ehe dieser durch Denunziation verraten und nach Auschwitz deportiert wurde, wo er zu Tode kam.  „Erdmann“ Senst holte nach dem Krieg seine Vergangenheit ein. Auf seinem Acker wurden vergrabene Waffen gefunden, man vermutet, dass diese ihm untergeschoben wurden. In den Augen der sowjetischen Besatzer ein tödliches Verbrechen. Er wurde verhaftet und nach Oranienburg ins Gefängnis gebracht. Seine genauen Todesumstände sind unklar.

Zur 850 Jahrfeier ist eine Ausstellung auf dem Sensthof geplant, um einen Teil der Ortsgeschichte darzustellen. Um diese realisieren zu können, ist Dieter Wankmüller gemeinsam mit Eva Loth auf der Suche nach alten Haushaltsgegenständen, Geräten Fotos und Presseartikeln aus vergangenen Zeiten. Wer solche Dinge zur Verfügung stellen kann und möchte kann sich bei den beiden Initiatoren melden. Fotos und Artikel werden selbstverständlich im Vorfeld kopiert, um Schäden zu vermeiden.

 

 

 

"Tulpenpflanzaktion - Reetz soll zur 850-Jahr-Feier bunt erblühen!"

Groß und Klein halfen am Montag bei der ersten Tulpenpflanzaktion in Reetz. Vor dem Jugendclub an der Kita trafen sich die fleißigen Helfer, um den ersten Tulpenkreis anzulegen. Dazu musste erst die Grasnarbe etwas entfernt werden. Auch die Jüngsten waren mit einer Schippe dabei und hatten viel Spaß.

Die ersten Vorbereitungen zur 850 – Jahr – Feier in Reetz werden am Montag, dem 11.10. in Angriff genommen. Unser Ort bekam von holländischen Jägern, einer von ihnen ist einer der Geschäftsführer der ELKI Milchproduktion Reetz, 50.000 Tulpenzwiebeln gesponsort, die bis Mitte November nach dem Motto „ Reetz soll zur 850 – Jahr – Feier bunt erblühen“ in die Erde gebracht werden sollen. Am Montag werden die ersten freiwilligen Helfer eingewiesen, um unter Anleitung von Heino Harbrecht die ersten Zwiebeln in die Erde zu bringen. Vorgesehen sind dafür zentrale Plätze im Ort, unter anderem neben dem Laden von Margitta Westphal, am Platz des ehemaligen Wiegehäuschens sowie rings um Kita und Jugendklub. Dabei sind auch 5 Jugendliche des Reetzer Jugendclubs und Betreuer Hans Tabel. Treffpunkt ist um 9 Uhr in der Medewitzer Straße bei Alfred Knape. Dieser hatte sich bereit erklärt, die vielen Tulpenzwiebeln zwischenzulagern. Die Bürger sind aufgerufen, ihre Rabatten und Grünflächen für ein blühendes Frühjahr zu verschönern und dazu die kommenden Tage zu nutzen. Blumenzwiebeln stehen dafür ja ausreichend zur Verfügung! Auch der diesjährige Herbstputz am 23.10. wird nicht ausschließlich zum Laub harken da sein. Auch an diesem Tag werden weitere Tulpenzwiebeln in die Erde gebracht sowie der Platz für das Herbstfeuer gereinigt.

 

Bericht von der Anwohnerversammlung der Grüne-Grund-Straße

Die Anwohner der Grüne-Grund-Straße selbst haben sozusagen die Straßenversammlung am 19.04. einberufen. Sie wandten sich an den Ortsbeirat, um die derzeit nicht gerade optimale Begrünung ihrer Straße zu diskutieren. In der einst als Vorzeigestraße erneuerten Straße sind viele der damals gepflanzten Sträucher stark verwachsen und verwuchert, die noch dort stehenden Quitten breiten sich teilweise bis auf die Fahrbahn aus. Da helfen nicht einmal die schönen weißen Blüten und die leckeren Früchte im Herbst, um sich damit anzufreunden.  Deshalb trafen sich die Anwohner, um gemeinsam mit Ortsbeirat und Gemeindevertretung das Problem zu diskutieren und Lösungen zu finden. Gisela Burmeister von der Gemeindeverwaltung hatte dazu Vorschläge und Fotos mitgebracht, welche Bepflanzungen möglich wären. Die Bürger können nun auswählen, wie sie die Grünflächen gestalten möchten. Einiges kann und soll erhalten werden, anderes muss entfernt und erneuert werden. Bis zum 26.04. können die Bürger nun ihre Vorschläge bei der Gemeindevertretung einreichen. Anschließend erfolgt von dort ein Rückruf, was machbar ist. In Eigeninitiative werden die Anwohner die verwachsenen Sträucher und Pflanzen entfernen, Hilfe wurde dabei älteren Bürgern zugesichert. Die genauen Kosten müssen noch geklärt werden, denn im Moment gibt es noch keinen beschlossenen Haushalt, so dass konkrete Angaben noch nicht möglich sind. Die Anwohner ihrerseits sind bereit, die Pflege der Neuanpflanzungen zu übernehmen. Die Realisierung des Vorhabens wird zeitnah erfolgen, bis Mai sollen alle neuen Pflanzen im Boden sein. Bürgermeisterin Barbara Klembt informierte in diesem Zusammenhang  noch einmal über das Problem der Oberflächenentwässerung der Grundstücke. Man möchte keinen öffentlichen Druck ausüben, so Barbara Klembt, wollte aber noch einmal erinnern, dass Regenwasser auf das eigene Grundstück abzuleiten ist.

So sieht es derzeit aus

Frühjahrsputz

Dem Aufruf "Heraus zum Frühjahrsputz am 27.03.2010..." sind 19 Reetzer gefolgt und haben unsere Dorfmitte wieder schön gemacht rings um das alte Feuerwehrhaus, den Fußweg ab Bushaltestelle bis Kirchentreppe, Rondell vor dem Laden Westphal, rechte Seite am Schaukasten entlang, Sträucher vor Bereich Lüdecke, kleine Gasse zum Hack, rund um die Kirche und am Mehrzweckgebäude am Sportplatz.

Allen engagierten Bürgern hierfür ein herzliches DANKESCHÖN.

 

Neu ist, dass wir bis zum 23.04.2010 nach dem Osterfeuer, erneut einen Einsatz unter Regie des Feuerwehrvereins starten werden zum Aufräumen der Restbestände desselben.

Hierzu sind bereits jetzt alle Reetzer Bürger  aufgerufen.

Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

 

 

Marion Gante

Ortsvorsteherin

Herbstputz

Viele fleißige Helfer fanden sich zum Herbstputz in Reetz ein. Auf öffentlichen Plätzen und Flächen wurde Laub geharkt und Unrat beseitigt. Die Feuerwehr betätigte sich auf ihrem Gelände und auch die Jugendlichen des Ortes waren fleißig dabei.

Der Herbstputz war gut besucht... so an die 48 Leute waren aktiv an folgenden Stellen:

 

Lindenplatz/altes Feuerwehrhaus/

Platz um den Pavillon auf  dem Festplatz für unseren Adventsmarkt

außen um die Kirche rum

Vorplatz Laden Westphal

im und um den Jugendklub

in und um das neue Feuerwehrhaus

auf dem Sportplatz....hier wurde aber kein Laub geharkt, sondern Zacken und Äste und altes Tor usw.

weggeräumt

 

Zeitgleich fegten auch Herr Wankmüller vor seinem Objekt, Frau Elli Hinz vor ihrem Haus,

die Firma Zabel vor deren Gelände sowie etliche Reetzer vor ihren Grundstücken.

 

Frühjahrs- und Herbstputz sollen Tradition werden, eventuell muss noch mal im November eine Aktion gestartet werden, wenn die letzten Blätter von den Bäumen fallen.

 

An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an alle fleißigen Helfer - und vielleicht ist es ja auch ein Ansporn für alle anderen, sich an der nächsten Aktion ebenfalls zu beteiligen!

 

ZURÜCK